Freie Presse oder?

Freie Presse oder?

Unser Fall hat – zumindest für uns – die Frage aufgeworfen, wie frei denn unsere regionale Presse (Bote vom Untermain) wirklich ist?

Bote vom Untermain - 17.05.2005 - Überschrift zu einem Artikel zu den Problemen beim Wegfall des Hotels Badischer Hof in AmorbachBericht im Boten vom Untermain vom 17.06.2005

Über das Projekt „Badischer Hof“ gab es in der letzten Zeit, anders als beim obigen Beispiel, verschiedenste Presseartikel, die nicht immer so ganz den Tatsachen entsprachen oder zumindest Auslassungen und Andeutungen enthielten, die darauf zielten, unser Engagement abzuwerten. Jegliche Arten von Richtigstellungen wurden uns sowohl im Amtsblatt Amorbach, aber vor allen Dingen in dem „regierungsnahen“, oder sollten wir dem „regierungstreuen“ Bote vom Untermain schreiben, auf alle Artikel die mit der Berichterstattung in der Angelegenheit Hotel Badischer Hof in Zusammenhang standen, wider allen Gesetzen und journalistischen Gepflogenheiten verwehrt.

Für uns ist das ein Missbrauch der nahezu Monopol-Position der Meinungsbildung, der in keiner Weise etwas mit freier Presse oder Pressefreiheit zu tun hat, sondern nur einem Ziel dienen sollte, uns in der Angelegenheit Hotel Badischer Hof mundtot zu machen, uns öffentlich zu verunglimpfen und in Misskredit zu bringen.

Weiter hat es Frau Sabine Balleier als verantwortliche Redakteurin unter der Billigung Ihrer Geschäftsführung trotz mehrfacher Aufforderungen und Einladungen bewusst unterlassen, sich anhand des uns vorliegenden Schriftverkehrs angemessen über den tatsächlichen Wahrheitsgehalt ihrer Recherchen rück zu versichern. Wenn eine einseitige Wiedergabe von bestimmten Verlautbarungen überhaupt Recherche genannt werden kann.

So ist Ihr und der Bote von Untermain natürlich entgangen, dass die Sparkasse die Eheleute Köhlich nicht mit 420.700.-€, sondern mit 494.900.-€ gleichgestellt hat (Amtsgericht Miltenberg AZ:14 C 488/13), was im Umkehrschluss bedeutet, dass mit der Einbehaltung unserer Bargelder in Höhe von über 40.000.-€ ein tatsächlicher Streitwert von nur ca.25.000.-€ (ohne Berücksichtigung der arglistig verschwiegenen Mängel) und nicht ein hochsechstelliger Schaden wie von Frau Balleier mehrfach beschrieben, existiert hat.

So ist Ihr natürlich auch entgangen, dass die Sparkasse mit Gerichtsgebühren und der Grunderwerbssteuer ca. 525.000.-€ für ein Hotel (mit Zinsen und Unterhaltskosten bis heute gerechnet, ca.600.000.-€) bezahlt hat, mit dem sie schon seit mindestens 2005 erhebliche Verluste (Grundschuldeintrag 3,5 Millionen DM) erlitten und massive Probleme gehabt hat und seit dem 11.10.2011 erfolglos versucht, das Hotel für 340.000.-€ und somit deutlich unter dem Einkaufswert, zu verkaufen.

Dabei sollte eigentlich seitens der Bote vom Untermain der öffentlich-rechtliche Status sowie die daraus resultierenden gesetzlichen Pflichten der Sparkasse beachtet werden, die nicht vorsehen, solche Verlustgeschäfte wissentlich zu tätigen (siehe Angebot an uns vom 12.09.2011)?

Ebenso ist Frau Balleier dadurch auch entgangen, dass unser Vorgänger der ebenso im Gutglauben die Eheleute Köhlich unterstützen und helfen wollte wie wir, ohne einen bestehenden Pachtvertrag zu 30.000.-€ Schadensersatz verurteilt wurde . . . (heute noch offenstehender Betrag von 32.310,61 € siehe AZ:14 C 488/13, Amtsgericht Miltenberg Stand 31.12.2013, zzgl. Zinsen und Anwaltsgebühren).

Haben Sie sich nie gefragt, warum seit dem Jahr 2005 bis heute und somit auch lange vor unserer Zeit nie eine Lösung für das dringend in Amorbach gebrauchte Hotel Badischer Hof erschaffen werden konnte, kommt Ihnen und Ihrer Zeitung dabei nichts verdächtig vor, wenn Sie den erneuten Leerstand und die erneute Verwahrlosung seit dem 11.10.2011 beobachten?

Frau Balleier, die eher einem unseriösen und stimmungsmachenden Klatschjornalismus als einem seriösen Journalismus, der auf Grund von ausgewogenen Recherchen Bericht erstattet, zugewandt ist, erhält leider von ihrer Geschäfts-und Redaktionsleitung bis heute volle Rückendeckung, was sie sicher in Ihrem letzten Artikel bezüglich unseres Freispruchs von allen Anklagepunkten, betreffend das Hotel Badischer Hof, dazu bewogen haben dürfte, selbst die Neutralität des Gerichtes und der Staatsanwaltschaft in Frage zu stellen .

Im eigentlichen Artikel heisst die Überschrift noch: „Gericht erkennt keinen Betrug im geplatzten Hotelkauf“

und:

„Dem Verkäufer sei durch das geplatzte Geschäft kein nachweisbarer finanzieller Schaden entstanden, erklärt der Staatsanwalt. Der ist erforderlich, damit Juristen von Betrug sprechen.“ (13.08.2013 22:58 Uhr Main-Netz)

Bei allem Respekt Frau Balleier, Sie sind von einem seriösen Aufklärungsjournalismus genauso weit weg wie Bob Woodward  und Carl Bernstein von Ihrer unseriösen Art des Klatschjournalismus und maßen sich an, sich über eine Staatsanwaltschaft und ein Gericht zu stellen?

Ihr politisches und weitsichtiges Verständnis haben Sie schon bei der Wahl für das Amt des Bürgermeisters in Amorbach hinreichend dokumentiert.

Bis heute haben Sie sicher nicht verstanden, um was es überhaupt gegangen ist?

Sicher ist Herr Bürgermeister Schmitt kein schlechter Bürgermeister, wenn er sich von seinem Vetternwirtschaft betreibenden Politikstil lossagen könnte, dass es allerdings die Oppositionsparteien nach sechs Jahren nicht fertig gebracht haben einen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen und somit kampflos eine CSU geführte Stadtführung für dann insgesamt 32 Jahre hingenommen haben, ist nicht nur bedenklich, sondern mehr als erschreckend.

Auch haben Sie ihren Lesern verschwiegen, dass die Personen, die versucht haben mich aufs Glatteis zu führen, ein sehr beliebter SPD Stadtrat sowie dessen Anhänger und ein ABL Stadtrat sowie dessen Anhänger waren, alle nicht unbedingt Befürworter unseres Hotelengagements. Zumindestens einem Teil dieser Personen ist es heute noch egal, ob ein Einzelhändler oder Gastronom in der aussterbenden Stadt Amorbach überleben kann oder nicht und Sie sprechen von einem Eklat?

Bei allem Respekt, mit Ihrer voreingenommenen Günstlingsberichterstattung waren Sie der eigentliche Eklat.

Dass bei soviel Missgunst eine Partei kalte Füße bekommt, die nicht unbedingt zu den Machern im Landkreis zählen, war für jeden neutralen Beobachter fast schon von vorn herein zu erwarten, denn die, die an meiner Stelle hätten sitzen müssen, haben schon lange vorher kapituliert.

Aus Ihrer Redaktionsleitung hatte ich die Aussage, dass sich der „Bote vom Untermain“ spätestens ab Mitte 2012 des Leerstandes des Hotels Badischer Hof wieder annehmen werde.

Bereits am 17.06.2005 schrieb Ihre Zeitung, Im Luftkurort fehlen Betten, Betreiber gesucht, ohne den „Badischen Hof“ kann Amorbach touristisches Potenzial nicht ausschöpfen usw.

2005 - Hotelbetten fehlen in Amorbach ohne den Badischen Hof - Nachricht im Boen vom Untermain

Bote vom Untermain – Meldung vom 17.06.2005 zum Artikel vom gleichen Tag

Bis heute konnte ich darüber noch keinen Artikel lesen, obwohl die öffentlich-rechtliche Sparkasse ganz sicher nicht in ihrem eigenen und im Sinne ihres öffentlichen Auftrages für die Region und die Stadt Amorbach gehandelt hat.

Wir fragen uns, was haben Sie alles getan, oder nicht getan und unterlassen, dass eine öffentlich-rechtliche Sparkasse und ein Bürgermeister so frei gegen das Wohl der Stadt Amorbach agieren konnten?

Wissen Sie, dass wir bei Ihrer Zeitung keine Anzeige bezüglich unseres Internetportals schalten durften, bei anderen der wirklich freien Presse angehörenden Medien jedoch schon?

Wissen Sie, dass die Justiziarin der Sparkasse Miltenberg (siehe E-mail vom 22.11.2012)  ganz eng mit Ihrer Redaktionsleitung zusammen gearbeitet hat, die laut Aussage der Justiziarin die sozialen Netzwerke im Auge behält, falls ich dort zuschlage?

Ihre Zeitung arbeitet mit der Sparkasse gegen die Familien zusammen, die der Sparkasse eine nachhaltige Lösung für ihr Hotelproblem erarbeitet und geboten haben und eine gesamte Region wieder touristisch belebt hätten?

Manchmal bedarf es keiner weiteren Worte Frau Balleier, um den Menschen aufzuzeigen, wie hier in diesem Landkreis zum Teil gearbeitet und geschachert wird. Hätte ich in der Form in den sozialen Netzwerken zugeschlagen wie Sie Ihre Artikel schreiben (dürfen), wäre ich von einem seriösen Aufklärungsjournalismus sicher genauso weit entfernt wie Sie, bei allem Respekt Frau Balleier, und das ist nicht mein und unser Arbeitsniveau. Wir werden Dank Ihrer Anmaßungen und Voreingenommenheit in Zukunft das sachlich und fachlich unterlegt aufklären und hinterfragen, wo Sie und Ihre Zeitung bewusst wegschauen, um die Art Politiker zu decken und zu schützen, denen Sie nahe stehen und denen Sie sich verbunden fühlen.

Sehen Sie dazu auch unsere „Sieben Fragen“ an regionale Politiker aller Parteien, die wir bis auf einen Politiker einer bestimmten Partei, dreimal dürfen sie raten von welcher Partei, ordentlich und fachlich korrekt beantwortet bekommen haben.

 

Freiheit ist ein Gut, das man sich erarbeiten muss.

Leichter, bequemer, sicherer sowie mit Vorteilen und Annehmlichkeiten verbunden ist es jedoch, nicht frei zu sein und sich gerade als Presseorgan einer freiwilligen vorab erbrachten Selbstzensur zu unterziehen. Die Schere im Kopf des Journalisten ist noch immer die unauffälligste, und damit wirkungsvollste, Art der Zensur.